Escape-Room aus der Perspektive einer Spielleiterin

Minute 45 ist angebrochen – und die Spielleiterin hibbelt auf ihrem Stuhl herum, knibbelt an den Fingern und schreit: „Na los, das schafft ihr noch! Strengt Euch an, schaut nochmal genau hin!“

Der Spielleiter-Film

Seit einem dreiviertel Jahr beobachte ich jetzt Spieler, die unsere Escape-Rooms spielen und muss sagen: das macht fast noch mehr Spaß als selbst zu spielen. Die größte Schwierigkeit stellt dabei das sich zurückhalten dar. Bloss nicht zu früh Hinweise geben, bloss keine verräterischen Geräusche machen. In einigen Szenarios befinde ich mich selbst im Raum mit den Spielern, bei diesen fällt es mir noch schwerer, ruhig zu bleiben. Die Überwachung per Kamera ist so ähnlich wie einen Film anzuschauen. Man fiebert mit, möchte sich manchmal mit der flachen Hand an die Stirn schlagen, ist überrascht, wie schnell manche Gruppen sind oder was für Schwierigkeiten plötzlich auftauchen, mit denen man niemals gerechnet hätte. Trotz zahlreicher Testrunden – einige Bugs zeigen sich erst nach der hundertsten Partie. Und dann stellt sich die Frage: Ist das ein Fehler im Spiel? Oder nur eine kleine Herausforderung, mit der die Spieler eben zurechtkommen müssen?

Per Videokamer haben wir Euch immer im Blick!
Nur als Team könnt Ihr es schaffen!

Ein spannendes Feld sind auch die zwischenmenschlichen Vorgänge während des Spiels. Gibt es einen „Anführer“ – also einen, der das Sagen hat, dessen Anweisungen alle befolgen, auch wenn er daneben liegt? Schaffen es die Zurückhaltenderen, sich Gehör zu verschaffen? Der Schlüssel liegt in der Kommunikation, darin, anderen von den eigenen Ideen zu erzählen: Wo hast du diesen Gegenstand gefunden? Was denkst du, wofür wir das brauchen? Durch die Vielfalt der Rätsel werden unterschiedliche Fähigkeiten angesprochen – die einen sind vielleicht erfahrene Computerspiel-Zocker und schaffen es deshalb, eines der kniffligsten Rätsel der „Rettungskapsel 14C“ in Rekordgeschwindigkeit zu lösen. Andere haben eine Vorliebe für Mathematik oder für Sprache – alle diese Bereiche versuchen wir mit unseren Exit-Räumen abzudecken.

Ihr kommt nicht weiter? Fragt Eure Mitspieler!
Teamwork bringt Euch weiter!
Ein Escape-Room – ein Gruppenerlebnis.

Letztendlich ist es einfach ein unvergleichliches Gefühl – Leute haben Spaß mit einem Spiel, das du dir ausgedacht hast. Großen Spaß. Irre.

Jeder von Euch kann bei uns zum Escape-Room-Entwickler werden. Kommt einfach mal am Donnerstag ab 15 Uhr vorbei. Wir haben jede Menge Werkzeug und Material und inzwischen auch schon einiges an Erfahrung im Escape-Room-Entwickeln. Wir sind gespannt auf Eure Ideen!

Stadtjugendring-Vorstand goes Escaperooms!

„Okay, wer will sterben und wer will einfach nur verlieren?“ – eine schwierige Frage für die sieben Vorstandsmitglieder des Stadtjugendrings. Am Montag stellten sie sich der Herausforderung, zwei unserer Escaperooms zu spielen.

Eine Vorstandssitzung soll auch noch stattfinden an diesem Tag. Vor der Arbeit kommt aber erst das Vergnügen, oder? Zwei Teams wollen sich an das verrückte Labor und die abgestürzte Rettungskapsel 14c aka Spacemobil heranwagen. Es gibt eine allgemeine Einführung, was ein Escaperoom eigentlich ist und dann gehts auch schon los.

„Gehört das, was blubbert auch dazu?“ (Nein!), „Dürfen wir die Deko essen?“ (Gerne, ups, da müssen wir bald mal neue besorgen) – Team Labor ist schon mittendrin. Die etwas zerstreut wirkende Professorin braucht dringend Hilfe – wird das den Vorstandsmitgliedern gelingen? Der Chemieunterricht ist schon eine Weile her…Vorkenntnisse benötigt man aber nicht, etwas Kombinationsgabe hingegen schon.

Die ersten Experimente!
Teamwork ist gefragt!
Brav – immer schön alles ins Laborbuch notieren!
Scheint schon Spass gemacht zu haben.
Okay, Lesen musste man schon können!

Es gilt verborgene Dinge zu finden, die richtigen Verbindungen zu schaffen, vor allem aber: sich auszutauschen. Und einige Stirnklatscher-Momente gabs natürlich auch: Boah, wie konnten wir das nur nicht checken! Am Ende schaffen sie es aber doch und fürderhin werden sie als Laborassistentin am Institut der wundersamen Professorin arbeiten!

Und während dieser Teil der Gruppe sich im Labor vergnügte, starteten die anderen zu einer weltverändernden Mission zum Jupitermond Ganymed- ob sie’s geschafft haben aus der Rettungskapsel 14C zu entkommen, die Luftschleuse rechtzeitig zu öffnen? Stay tuned- wir werden berichten!

Lieber Stadtjugendring-Vorstand – das war schön mit Euch!

Wer auch mal unsere Escaperooms spielen will, schickt uns eine facebook-Nachricht oder E-Mail oder kommt einfach mal im Professorium in der Bernecker Straße 15 vorbei. Immer Donnerstags 15 Uhr und Freitags ab 15:30 Uhr sind wir für Euch da!

Und habt ihr nicht Lust selbst einen Escaperooms zu entwickeln? Auch das könnt ihr bei uns tun – wir haben eine reichlich bestückte Werkstatt, Spielmaterial, Technik – kommt vorbei!

Wir freuen uns!

Eure Marion